Öffentliche Beschaffung von Holzprodukten im Land Berlin

Das Land Berlin, in Vorreiterrolle für die übrigen Bundesländer, folgte dem Holzerlass des Bundes im Jahr 2014 mit einem eigenen Beschaffungserlass. Weitere Bundesländer, Städte, Gemeinden und Kommunen folgen mittlerweile diesen Beschaffungsregeln. Die unmissverständliche Forderung: Aus Umweltgesichtspunkten ist die Beschaffung von Holz und Holzprodukten durch das Land Berlin nur vertretbar, sofern nachweislich gewährleistet ist, dass das Holz aus legaler und nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt.

 

Bei öffentlichen Baumaßnahmen (Hoch-, Tief- und Gartenbau) in Berlin ist es daher zur lückenlosen Nachweisführung unabdingbar, dass auch der endverarbeitende bzw. liefernde Betrieb (z.B. Tischler, Zimmerer, Dachdecker oder GaLa-Bauer) selber über gültige Zertifikate bzw. anerkannte Nachweise verfügen.

Durch Einfügung des ABau-Formulars V248F für Berlin und des Formblatts 248 für Bundesausschreibungen in die Leistungsbeschreibungen, werden die Bieter bei Angebotsabgabe vertraglich verpflichtet, die Vorgaben der VwVBU bzw. des Bundes hinsichtlich der Verwendung von legalem und nachhaltigen Holz einzuhalten. Die Bieter sind vertraglich und unmissverständlich verpflichtet, die erforderlichen - bei Angebotsabgabe erklärten - Nachweise in Form eines eigenen gültigen eigenen Zertifikates bzw. anerkannter Einzelnachweise spätestens vor Einbau/Lieferung des Holzes unaufgefordert vorzulegen.

 

Das Berliner Handwerk sieht sich einer schwierigen Doppelsituation gegenüber. Da kaum ein Bundesland so viele Bundesbauten aufweist, müssen die Bieter bei entsprechenden Bundesausschreibungen die Anforderungen des Beschaffungserlasses des Bundes berücksichtigen.

Das muss unbedingt beachtet werden:

Die Verantwortung für die Richtigkeit der abgegebenen Erklärungen liegt nicht bei den ausschreibenden Beschaffungsstellen, sondern ausschließlich bei den beteiligten Handwerksbetrieben.

 

Weil die Beschaffungsstellen die teilnehmenden Bieter nicht zusätzlich dazu auffordern müssen, den ursprünglich versicherten Nachweis bei Angebotsabgabe, spätestens jedoch vor Einbau des Holzes vorzulegen, sehen dies einige Betriebe fälschlicherweise als "Signal", sich nicht an die vertraglichen Regeln halten zu müssen. Das kann fatale Folgen haben.

Für alle entsprechenden Ausschreibungsarten in Berlin gilt: Die Teilnahme am bundesweit anerkannten PEFC-Gruppenzertifikat IBT.EARTH von It's Business Time ist ein sicherer, unkomplizierter und kostengünstiger Weg, die strengen Auflagen jederzeit zu erfüllen.

 

Durch die Verwendung ihres individuellen IBT.EARTH Logos können die Betriebe jederzeit die nachhaltige Herkunft der eingesetzten Hölzer glaubhaft belegen. Und so ganz nebenbei betreiben die Betriebe effektives Umweltmarketing.

 

Jeder IBT.EARTH angeschlossene Betrieb erhält sein eigenes PEFC-Zertifikat und erfüllt bundesweit, bequem und entspannt, die Voraussetzungen zu Teilnahme an allen Ausschreibungen, bei welchen Holz Bestandteil der Leistungsverzeichnisse ist.

 

Im Auftrage der Umweltsenatorin Regine Günter bestätigte mir am 17.03.2017 Herr Thomas Schwilling von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, dass durch meine Unterstützung ein praktikables Nachweisverfahren zur nachhaltigen Holzbeschaffung in Berlin aufgebaut und mittlerweile etabliert werden konnte.

 

 

Ihre Nachricht an Bernd Bielen:

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
Holzerlass.de, Copyright Bernd Bielen 1994 -2019