Möglichkeiten der Nachweisführung

1. Eine lückenlose FSC- oder PEFC-CoC-Zertifizierung bis (einschließlich) zum Auftragnehmer/Nachunternehmer.

 

Hierzu zählt die Teilnahme an der PEFC-Gruppenzertifizierung IBT.EARTH.


2. Ein zum o.g. FSC- oder PEFC-Zertifikat gleichwertiges Zertifikat. Die Gleichwertigkeit darf ausschließlich durch eine schriftliche Bestätigung durch das Thünen-Institut oder des Bundesamtes für Naturschutz erfolgen.


3. Ein durch unabhängige Dritte* erstellter qualifizierter Einzelnachweis mit Bestätigung folgender Prüfkriterien:

  • Mengenmäßiger Bezug des Materials zum Auftrag, Einkauf nur bei einem zertifizierten Händler
  • Zeitlicher Bezug der Bestellung, Lieferung und Auslieferung genau zum Auftrag (getrennte Aufbewahrung und Verarbeitung muss gewährleistet sein)
  • Inhaltlicher Bezug des Materials zum Auftrag (z.B. Art des Holzes bzw. des/der Produkte(s)
  • Berlin: zusätzlich die Dokumentation des Wareneingangs

* Ein solcher Nachweis darf nur durch anerkannte Sachverständige der Kammern und durch akkreditierte Stellen - wie TÜV Rheinland DIN CERTCO, SGS, GfA usw. erbracht werden. In Berlin ausschließlich durch akkreditierte Stellen und nicht durch Sachverständige der Kammern.

 

4. In einfachen Fällen durch Vorlage eines einfachen Einzelnachweises. Ein einfacher Fall liegt vor, wenn alle der folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Alle für die Leistung benötigten Holzprodukte werden bei einem FSC- oder PEFC-zertifizierten Unternehmen direkt für diesen Auftrag gekauft,
  • Auf dem Eingangslieferschein ist dokumentiert, dass es sich um zertifizierte Ware handelt und die Verwendung bzw. die Baumaßnahme ist genau angegeben,
  • Die zertifizierte Ware wird ohne weitere Änderung ihrer Zusammensetzung, wie vom Händler erhalten, verwendet.
  • Die Prüfung muss durch einen Verantwortlichen des Auftraggebers erfolgen.

 

Die Beschaffungsregelungen des Bundes und Berlin beziehen sich ausschließlich auf Holzprodukte mit Frischholzanteil und gelten nicht

  • für Papier und Papierprodukte,
  • Bauhilfsstoffe oder Produkte ohne Eigentumsübertragung (z. B. Messebauten),
  • bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr,
  • bei Aufträgen mit einem Gesamt-Holzwert laut Leistungsverzeichniss von unter 2.000,- EUR netto (Berlin: unter 500 EUR netto des Gesamt-Auftragsvolumens laut Leistungsverzeichnis).

 

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