Als Bieter unabhängig vom Holz-Zertifizierungssystem punkten!

Als Nachweismöglichkeit, dass es sich beim eingesetzten Holz um nachhaltiges (zertifiziertes) Holz handelt, gibt die öffentliche Hand mehrere Möglichkeiten vor. Eine Möglichkeit ist die Vorlage eines eigenen PEFC-Zertifikats oder eines eigenen FSC-Zertifikats, welches der erfolgreiche Bieter vor Einbau/Lieferung des Holzes vorlegen muss.

 

Alle IBT.EARTH angeschlossenen Betriebe sind nach dem PEFC-Standard zertifiziert und erfüllen somit bundesweit die strengen Vorgaben der öffentlichen Hand.

Mit IBT.EARTH bleibt es selbst dann unkompliziert, wenn die PEFC-zertifizierten Handwerksbetriebe bei ihren Händlern/Zulieferern Holz beziehen, welches nicht nach dem PEFC-Standard, sondern nach einem anderen anerkannten System, etwas FSC, zertifiziert ist. Die angeschlossenen Betriebe müssen sich keiner kosten- und zeitintensiven Doppelzertifizierung unterwerfen. Diese ist im Bereich der öffentlichen Beschaffung von Holz und Holzprodukten häufig unnötig und sogar überflüssig, wie das folgende Beispiel aus der täglichen Praxis zeigt:

 

Baut ein Fensterbauer ein Holzfenster aus 50 % reinem PEFC-zertifizierten und 50 % reinem FSC-zertifizierten Holz, so besteht das Produkt faktisch zu 100 % Holz aus anerkannt zertifizierten Wäldern: Da sich PEFC und FSC gegenseitig aber nicht anerkennen, darf ein solches gefertigtes Produkt nicht als Holz zu 100 % aus zertifizierten Wäldern deklariert werden. Selbst dann nicht, wenn der Betrieb nach beiden Systemen (PEFC und FSC) zertifiziert wäre.

 

Hintergrund: Das Holz des jeweils anderen Systems wird standardkonform abgewertet. Von hochwertigem Holz aus zertifizierter Waldbewirtschaftung zu minderwertigem, nicht zertifiziertem Holz aus kontrollierten Quellen. Hierbei geht es ausschließlich um die Sicherung von Marktanteilen der beiden Systeme. Bitte nicht falsch verstehen: es ist völlig okay - private und gewerbliche Auftraggeber sollen das auch gerne so fordern und verlangen dürfen.

 

Die öffentliche Hand darf die im Wettbewerb konkurrierende Waldzertifizierungssysteme nicht "puschen". Die Beschaffungserlasse verlangen Holz zu 100 % aus zertifizierten Wäldern, egal ob PEFC oder FSC!

Genau hier setzt das IBT.EARTH Lieferkettenmanagement an: Das mit dem IBT.EARTH Logo deklarierte Holz besteht nachweislich zu 100 % aus anerkannt zertifizierten Wäldern, eben PEFC und/oder FSC. Aus Markenschutzgründen dürfen die IBT.EARTH angeschlossenen Betriebe zwar nicht den Ausdruck "FSC-zertifiziert" verwenden, aber das ist auch völlig unerheblich.

 

Das IBT.EARTH Gütezeichen erfüllt bundesweit die Voraussetzungen des § 34 Nachweisführung durch Gütezeichen der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabeordnung - VgV) als Beleg nach § 31 VgV Leistungsbeschreibung, dass eine Liefer- oder Dienstleistung bestimmten, in der Leistungsbeschreibung geforderten, Merkmalen (hier: Einhaltung einer Produktions- und/oder Lieferkette) entspricht.

 

Mit Anwendung des IBT.EARTH Systems werden die Ur-Ziele der Holzerlasse des Bundes, des Landes Berlin sowie aller darauf aufbauenden Erlasse und Richtlinien vollumfänglich erfüllt: die Beschaffung von Holz und Holzprodukten zu 100 % aus nachhaltigen (zertifizierten) Wäldern. Im Sinne eines fairen und transparenten Wettbewerbs.

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